Weitere Vorwürfe gegen Audi

Der Abgasskandal scheint in eine neue Runde zu gehen: Weitere Vorwürfe gegen den VW-Tochterkonzern Audi wurden Anfang November erhoben. Diesmal steht nicht wie beim VW-Abgasskandal der Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid im Fokus, vielmehr geht es um eine angebliche Täuschung im Zusammenhang mit dem schädlichen Klimagas CO2. Bislang unveröffentlichte Erkenntnisse der kalifornischen Umweltbehörde CARB deuten darauf hin, dass einige Audi-Motoren mit einer neuen Schummelsoftware versehen wurden.

Es handelt sich hierbei um eine Software zur sogenannten Lenkwinkel-Erkennung. Steht ein Auto auf dem Prüfstand, wird dies von der Software erkannt und das Auto wird automatisch in einen „sauberen“ Fahrmodus geschaltet. Nicht nur Dieselfahrzeuge scheinen betroffen zu sein, sondern auch Benziner und solche Motoren, die bislang nicht oder zumindest nicht öffentlich im Fokus der Ermittler standen.

In den USA steht Audi ohnehin schon wegen der illegalen Abgastechnik unter Druck. Sollten sich die neuen Vorwürfe bestätigen, könnten vorgeschriebene Umrüstungen auf Herstellerkosten und im Rahmen der US-Gesetze verhängte Strafen auf den Konzern zukommen.

Eine Stellungnahme wurde seitens Audi bis zuletzt abgelehnt. Aber auch aus dem Bundesverkehrsministerium kam nicht viel. Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigte lediglich an, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Berichte über die angebliche Täuschung in Bezug auf die CO2-Werte bei Audi-Modellen prüfen wird. Antworten auf die Fragen, wie lange eine solche Informationsbeschaffung seitens des KBA dauern würde und wann in Deutschland mit einer inhaltlich fundierten Stellungnahme zu rechnen sei, blieben indes aus.

Weitere Informationen zum Thema:
1. http://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Umweltbehoerde-droht-Audi-mit-Strafe-article19030616.html

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