Ein erster Erfolg für myRight: Der Inhaftierte VW-Manager Oliver Schmidt wird befragt

Wie bereits im Zuge der letzten Musterklage im Februar 2017 angekündigt, hat myRight die Vernehmung des VW-Spitzenmanagers Oliver Schmidt in den USA beantragt.

Oliver Schmidt war von 2012 bis 2015 leitender Manager des VW-Umwelt- und Ingenieurbüros in den USA. Dem Manager wird vorgeworfen, eine tragende Rolle bei der Vertuschung gespielt zu haben. Gut informiert, soll Schmidt bereits 17 Monate vor Bekanntwerden des Abgasskandals führende Manager über die Problematik unterrichtet haben.

Zudem wird ihm direkte Verantwortung für die Manipulation der Abgaswerte sowie für das Mauern gegenüber den US-Behörden vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 169 Jahre Gefängnisstrafe.
Das US District Court des Eastern District of Michigan hat nunmehr die von myRight beantragte Befragung genehmigt. Die beauftragten Anwälte sind die ersten, die eine der Schlüsselfiguren des VW-Abgasskandals im Zusammenhang mit einer in Deutschland anhängigen Klage gegen VW vernehmen.

Die Befragung im Gefängnis in Detroit wird voraussichtlich Anfang April stattfinden. »Zu erwarten sind detaillierte Einblicke in die Betrugsvorgänge bei VW«, sagt Jan-Eike Andresen, Jurist und Mitbegründer von myRight. Die Befragung wird vom US-Anwalt Michael Hausfeld koordiniert, der bereits an der Verhandlung des US-Vergleichs mit VW beteiligt war. »Es liegt im Interesse von Oliver Schmidt, reinen Tisch zu machen«, so Hausfeld.

»Die Befragung wird weitere Beweise liefern, die VW belasten und unsere Klage stützen. Das ermutigt hoffentlich noch viele weitere Geschädigte, juristisch gegen VW vorzugehen, bevor ihre Ansprüche verjährt sind«, so Andresen. Von myRight wird angestrebt, alle aus der Vernehmung resultierenden Erkenntnisse in sämtlichen Verfahren gegen den VW-Konzern zu verwenden.

Download: Pressemeldung zum Thema (pdf)

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