Wir beleuchten Hintergründe und aktuelle Geschehnisse

Musterklage, die Zweite

Landgericht München II – Montag, den 13. Februar 2017: myRight reicht die zweite Musterklage ein.
Nach wie vor verlangt myRight vom Konzern, dem Musterkläger den Kaufpreis zu erstatten. Doch diesmal gibt es noch eine Besonderheit: Die myRight-Vertragsanwälte von Hausfeld beantragen gleichzeitig die Vernehmung des VW-Spitzenmanagers Oliver Schmitt in den USA.
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Verweigert jetzt der TÜV die Plakette bei Abgasskandal-Autos? Wie der TÜV Nord sich selbst dementierte

Widersprüchliche Meldungen des TÜV Nord haben heute zu Verwirrung bei Betroffenen des Abgasskandals geführt.
Der TÜV Nord kündigte zunächst an, allen Haltern eines Autos mit „Schummelsoftware“, die das Softwareupdate nicht machen lassen, die TÜV-Plakette zu verweigern: „Eine Plakette wird nicht erteilt, wenn ein Autofahrer nicht nachrüsten lässt“, sagte TÜV-Nord-Sprecher Rainer Camen. Muss der betroffene Kunde die Umrüstung nun doch verpflichtend durchführen?

Am Nachmittag rudert der Sprecher zurück: Der TÜV Nord wolle die Plakette nun doch ausgeben. In einer Erklärung heißt es: „Der Gesetzgeber hat bislang keine Regelung zum Umgang mit nicht umgerüsteten Fahrzeugen beschlossen. Insofern erteilt TÜV Nord – wie alle anderen Prüforganisationen auch – die Plakette weiter, bis der Gesetzgeber über das weitere Verfahren entschieden hat.“ Die Grundlage einer solchen Entscheidung sei „allein eine gesetzliche Regelung“.

Doch was bedeutet das Chaos für die Verbraucher?
Niemand ist in Deutschland zu der Teilnahme an der Rückrufaktion des VW-Konzerns verpflichtet, die Aktion ist gänzlich freiwillig. Der Konzern ist jedoch dazu verpflichtet, die Umrüstung anzubieten.

Jan-Eike Andresen, Leiter der Rechtsabteilung bei myRight erklärt: „Die Nachrüstung ist unzumutbar, weil die langfristigen Folgen noch unbekannt sind. Der VW-Konzern übernimmt keinerlei Garantie darauf, aus dem Update resultierende Schäden zu übernehmen.“ Auch die von myRight zuletzt vorgestellten Urteile der Landgerichte München II, Potsdam und Hildesheim weisen in diese Richtung: Das Update ist für die Kunden untragbar.

Fazit: Vom Abgasskandal betroffene Verbraucher sollten das Softwareupdate weiterhin nicht machen lassen. Erst wenn VW eine entsprechende Garantie gibt oder wenn die Politik tatsächlich die Umrüstung verpflichtend für alle in Deutschland einführt, sollten Verbraucher neu entscheiden. Übrigens: Die Teilnahme an der VW-Rückrufaktion bleibt kostenlos, auch wenn Verbraucher erst später teilnehmen.

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/dieselaffaere-tuev-nord-50090356.bild.html
http://www.heute.de/tuev-nord-rudert-zurueck-dieselfahrzeuge-mit-schummel-software-bekommen-nun-doch-eine-plakette-bei-der-hauptuntersuchung-46471814.html

Hammer-Urteile: VW-Fahrer bekommen Kaufpreise fast vollständig zurück

Das Jahr 2017 begann mit einem Paukenschlag. myRight reichte die erste Musterklage gegen VW in Braunschweig ein. Ziel: VW soll dem Musterkläger den Kaufpreis erstatten.
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Landgericht München II (Az. 2 O 1482/16): Käufer können Autos im Abgasskandal zurückgeben!

Das Landgericht München II hat in einem jetzt veröffentlichten Urteil eine klare Sprache für die Käufer von Autos im Abgasskandal gefunden: Nehmen Sie nicht an der Umrüstung teil, geben Sie stattdessen Ihr Auto zurück (Urteil v. 15. November 2016) mehr lesen…

VW vergleicht sich heimlich mit immer mehr Kunden – Wie der Konzern den Dammbruch verhindern will.

Offiziell erklärt der VW-Konzern immer noch, dass die Käufer von Autos im Abgasskandal keine Rechte auf Entschädigung oder Rückgabe hätten. Dass der Konzern, dessen Marken VW, Audi, Skoda und Seat betroffen sind, schon lange an diesen rechtlichen Unfug nicht mehr glaubt, zeigen mehrere geheime Vergleiche, die myRight und der Süddeutschen Zeitung zugespielt wurden. mehr lesen…